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Mastering the Challenge: Im Gespräch mit Vera Hofbauer – Nachlese

„Öffis haben ihren Wert – müssen aber auch ihren Preis haben“

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Caroline Hödl & Vera Hofbauer

Caroline Hödl war für die Agenda Bahnindustrie Frauen* im Gespräch mit Vera Hofbauer, der neuen Leiterin der Sektion „Verkehr“ im Bundesministerium für Klimaschutz, Energie, Mobilität, Innovation und Technologie (BMK). Sie haben dabei über ihren ungewöhnlichen Weg von der Schifffahrt zu ihrer jetzigen Position im Verkehrssektor gesprochen und welchen Beitrag sie zur Mobilitätswende leisten kann. Auch hat Vera Hofbauer Antworten auf die Frage gegeben, wie sie es schafft, neben ihren täglichen Verpflichtungen die strategischen Themen nicht zu vernachlässigen.

Als studierte Raumplanerin hat sich Vera Hofbauer in ihrer bisherigen beruflichen Laufbahn intensiv der Schifffahrt gewidmet. Besonders spannend war für sie dabei immer das integrative Planen im Spannungsfeld zwischen Wasserbau und Umweltschutz. Zu ihren primären Aufgaben zählten, unter vielen anderen, die Mitarbeit bei der Gesetzeswerdung. Das Spektrum reichte von Europäischen Strategien bis hin zur konkreten Wasserverschmutzung in der Wachau. Als Leiterin der Schifffahrtsaufsicht war sie aber auch – wie sie selbst mit einem Augenzwinkern sagt – für 36 „g’standene Männer“ zuständig, die sich entlang der Donau um die Sicherheit der Schifffahrt kümmern.  

Seit 1. Jänner 2022 leitet sie nun die Geschicke in der größten Sektion des BMK, der Sektion „Verkehr“. Dabei half ihr die Erfahrung im Bundesdienst und speziell auch schon die zahlreichen Jahre im BMK sehr, sich schnell einzuleben. Wenngleich der Bundesdienst in der Öffentlichkeit nicht den Ruf genießt besonders dynamisch zu sein, betont Vera Hofbauer, dass Veränderung und vor allem die Gestaltung absolut möglich sind und sie daher gerade für junge Menschen besonders spannende Tätigkeitsfelder sieht.

Für sich selbst hat sie kreative, konzeptionelle Themen in ihrem täglichen Tagesablauf bewusst verankert, um nicht vom beruflichen Alltag überrollt zu werden.

Angesprochen auf die Möglichkeiten, Menschen noch mehr zum Öffentlichen Verkehr zu bringen, gibt sie offen zu, dass es dafür wohl tausend Schrauben gibt, nur: die wenigsten sitzen locker. Im Fokus muss jedenfalls stehen, immer die Bedürfnisse aller Menschen zu treffen. Die Ausstattung der Züge und ein attraktives Angebot sind natürlich wesentlich, aber auch auf Mikro-ÖV (Anm.: Kleinräumige, bedarfsorientierte und flexible Verkehrsangebote) und vor allem die Digitalisierung als Mittel zur Verkehrslenkung muss man aus Hofbauers Sicht in Zukunft setzen.

Wenn es um europäische Vorbilder in puncto Mobilitätskonzepte geht, sieht Vera Hofbauer weniger die eine Stadt, auf die man seine Blicke richten soll, denn: „Viele europäische Städte machen unterschiedliche Dinge besonders gut. Man kann sich daher sicher viel abschauen, trotzdem sind die Rahmenbedingungen auch immer individuell verschieden.“ Und was für die Stadt gut funktioniert, ist für den ländlichen Raum nicht immer haltbar. Hier gilt es zu differenzieren.

In dem Deutschlandweiten 9€-Ticket, momentan vorgesehen für die Monate Juni, Juli und August, sieht sie eine Werbeaktion, die so etwas wie eine „Einstiegsdroge“ für Menschen in den Öffentlichen Verkehr sein kann. Das leistet ihrer Ansicht nach aber auch unser Klimaticket. „Man muss zudem ganz klar sagen: Öffis haben ihren Wert, daher müssen sie auch einen Preis haben!“, ist Vera Hofbauer überzeugt.

Neben den vielen inhaltlichen Themen hat uns Vera Hofbauer im Word Rap aber auch ein paar persönliche Details verraten. Zum Beispiel, dass sie mit dem Fahrrad in die Arbeit fährt, für den Urlaub am liebsten die Bahn und seltener das Auto wählt. Ihren Urlaub verbringt sie übrigens am liebsten mit ihrer Familie im Waldviertel oder in Italien. Gefragt nach ihrem Lieblingsessen können ihr wohl viele zustimmen: Italienisch geht immer!

Übrigens vertraut sie persönlich auf die Kraft & Magie des Zufalls, weshalb Arbeiten von zuhause (abseits von Pandemie-Zeiten) für sie nicht das richtige Modell ist. Denn das zufällige Gespräch mit Kolleg*innen bringt oft die großartigsten Ideen. Wir bedanken uns ganz herzlich für das Gespräch!

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Caroline Hödl, Vera Hofbauer, Ruth Boyer, Ulrike Farnik

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Railinar – Yes we can

Im Berufsfeld sind wir von vielen externen und internen Bühnen und Podien umgeben. Durch den rasanten digitalen Wandel haben auch die Online-Bühnen verstärkt an Bedeutung gewonnen. Online und offline sind Bühnen und Podien ein Kanal für jede Expert*in ihre Sichtbarkeit zu erhöhen und damit sich selbst und ihr Unternehmen ins Rampenlicht zu stellen.

 

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Die Veranstaltungs- und Vortragsexpertin Claudia Spary weiß, wie es geht: In diesem #railinar gibt sie uns Impulse, wie jede Expert*in ihre Kompetenz und ihr Unternehmen durch On- und Offline Vorträge gut positionieren kann. Auf Basis ihrer über zwanzigjährigen Erfahrung in der Veranstaltungs- und Vortragsbranche verrät sie Tipps & Tricks, was einen interessanten Vortrag ausmacht, worauf es bei der Vorbereitung auf die Bühne ankommt, wie wir auf der Bühne wirken, was wir bewirken und schließlich auch weshalb sie jeder Expert*in rät, die Bühnen zu erobern.

Das Event wird interaktiv und bunt! Im Anschluss an Claudia Sparys Keynote haben wir ausreichend Zeit für Fragen und persönlichen Austausch.

Das Event wird interaktiv und bunt! Im Anschluss an Claudia Sparys Keynote haben wir ausreichend Zeit für Fragen und persönlichen Austausch.

 

Unser Ziel für das #railinar: Offener Austausch und echte Learnings.

 

Du willst teilnehmen? 

Wir freuen uns auf deine Anmeldung via Eventbrite bis zum 15.4.2022

 

Für Mitglieder von #AgendaBIF: kostenfrei
Für Nicht-Mitglieder: € 20,-

Diese Agenda Bahnindustrie Frauen* Veranstaltung wird unterstützt von Thales.

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Mastering the Challenge: Im Gespräch mit Silvia Angelo

Agenda Bahnindustrie Frauen* im Gespräch mit Silvia Angelo.

Silvia Angelo ist seit 2017 Vorständin der ÖBB-Infrastruktur AG. Das österreichische Vorzeigeunternehmen ist mit rund 18.000 Mitarbeitenden der größte Teilkonzern innerhalb der ÖBB-Gruppe. Die ÖBB-Infrastruktur plant, baut und betreibt die österreichische Bahninfrastruktur und ist Implusgeberin für viele Innovationen in der Bahnindustrie. Damit entwickelt und bietet die ÖBB-Infrastruktur die zukunftsweisenden Vorsetzungen für einen umweltschonenden, leistungsfähigen und zuverlässigen Personen- und Güterverkehr auf der Schiene.

Der berufliche Werdegang der studierten Volkswirtin, WU Managerin des Jahres 2021 und Mutter zweier Kinder umfasst u.a. Stationen im Sozialministerium, im ÖGB Büro in Brüssel und die Abteilungsleitung Wirtschaftspolitik in der Arbeiterkammer. Silvia Angelo ist u.a. Vorsitzende des Aufsichtsrats der Bundessporteinrichtungen GesmbH und Mitglied des Aufsichtsrats der Infineon Technologies Austria AG.

Im Gespräch mit Traude Kogoj, Diversity Beauftragte des ÖBB-Konzerns und Präsidentin der „Agenda Bahnindustrie Frauen“, spricht Silvia Angelo über ihre „5 Thesen zu öffentlichen Infrastruktur und Mobilitätswende“: Denn im Gesamtpaket des Klimaschutzes spielen Verkehrslösungen für alle am Verkehr teilnehmenden Menschen eine wesentliche Rolle. Eine nachhaltige Mobilitätswende braucht eine starke Bahn.

Die Agenda Bahnindustrie Frauen freut sich über Ihre Teilnahme und auf eine spannende Diskussion.

Foto (c) ÖBB/Sabine Hauswirth

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1. Bahnindustrie Award 2021 – Nachlese

Expertinnen von ÖBB und den Wiener Linien gewinnen ersten Bahnindustrie Award 2021!

Wien, 20.10.2021 Diese Woche hat die Agenda Bahnindustrie Frauen* zum ersten Mal den Bahnindustrie Award in zwei Kategorien vergeben. Ausgezeichnet wurden Expertinnen für herausragende Innovationen und zukunftsweisende Projekte sowie Unternehmen, mit einem besonderen Engagement für Frauen* in der Bahnindustrie. Interessierte konnten ihre Projekte in den Kategorien „Einzelpreis“ oder „Unternehmenspreis“ bis Ende September einreichen.

Die Jurorinnen TU-Vizerektorin Anna Steiger, Hatun Atasayar vom Kuratorium für Verkehrssicherheit, sowie Romana Rotschopf, stv. Büroleiterin von Stadträtin Kaup-Hasler und Projektverantwortliche GenderAlp, waren von den über 30 nationalen und internationalen Einreichungen beeindruckt. „Die Auswahl der Besten“, so Steiger, „war nicht gerade leicht. Es war aber nicht nur die enorme Qualität der Projekte, die auffiel, vor allem die unglaubliche Kreativität der Projektpräsentation war wirklich großartig.“

Beim Einzelpreis waren daher gleich zwei Einreichungen erfolgreich. Vera-Valerie Capek-Krautgartner von ÖBB Rail Cargo wurde für ihre Leistungen rund um die „Digitale automatische Kuppelung“ ausgezeichnet. „In Europa werden Güterwagen noch immer überwiegend mit Schraubenkupplungen per Hand gekuppelt. Mit einer DAK (digitalen automatischen Kupplung) kann automatisch die mechanische, pneumatische und Strom- und Datenverbindung hergestellt werden. Die DAK bildet die Grundlage für eine Vielzahl an Applikationen für Reisende, wirtschaftlichen Betrieb und optimierte Instandhaltung. Sie ist Wegbereiterin für die Digitalisierung und Automatisierung des europäischen Bahnsystems und ist damit die Voraussetzung, um den Anteil des intelligenten Schienengüterverkehrs europaweit signifikant zu erhöhen und die Ziele des Green Deals zu erreichen“, so die Siegerin. In der Bahnindustrie wünscht sich Capek-Krautgartner „mehr Frauen, sodass ich im Meeting nicht dadurch auffalle, eine oder gar die einzige Frau im Raum zu sein.“
Mit ihr freute sich Karin Tausz, Strategiechefin der ÖBB-Infrastruktur AG, die bei der Verleihung dabei war.

Auch der zweite Einzelpreis ging an eine Mitarbeiterin der ÖBB. Drin. Michaela Haberler-Weber, F&E Verantwortliche in der ÖBB Infrastruktur AG wurde für das Projekt „Greenlight“ ausgezeichnet. „Bei „Greenlight“ geht es um die hochgenaue und sichere Positionierung von Zügen. Jede Sekunde werden die Koordinaten der bislang 1500 ausgerüsteten Triebfahrzeuge in die Zentrale übertragen und vielfältig verwendet. Die Weiterentwicklung zu einer für den Bahnbetrieb zugelassenen ausfallssicheren Positionierung läuft bereits. Dies wird es künftig ermöglichen, mehr Kapazitäten am bestehenden Infrastrukturnetz zu schaffen, aber auch langfristig Kosten zu reduzieren und macht zukünftige Methoden der Betriebsführung, zum Beispiel „Moving Block“, erst möglich“, freut sich die ex aequo-Siegerin. Haberler-Weber teilt die Erfahrung von Capek-Krautgartner, ist aber auch davon überzeugt, dass „die neuen, spannenden Technologien sicher junge Frauen ansprechen und diese für einen technischen Beruf begeistern.“

Der Unternehmenspreis ging an die Wiener Linien für ihr Umschulungsprogramm FIT (Frauen in Technik) und wurde von Geschäftsführerin Alexandra Reinagl und Silke Neubauer entgegengenommen. „Mit dem Projekt FIT wollen wir mehr Frauen den Weg in einen technischen Beruf zu ebnen. Die Wiener Linien wollen so nicht nur Chancen eröffnen, sondern auch die Diversität im Unternehmen steigern und einer „Gender Balance“ – auch in der Abteilung „Fahrzeugtechnik“ – näherkommen“, beschreibt Silke Neubauer die Zielsetzung der ausgezeichneten Initiative.

Bei ihrer Key Note betonte die international erfolgreiche Mobilitätsforscherin Katja Schechtner, die derzeit am renommierten Massachusetts Institute of Technology (MIT) tätig ist, wie wichtig es ist, Innovationen auch sichtbar zu machen. „Jede Innovation, die uns vorwärts bringt, müssen wir jetzt angehen, denn wir müssen jetzt das Gute tun, um irgendwann das Bessere zu erreichen!“, sagt Schechtner.

Die beiden Gründerinnen des Netzwerks Agenda Bahnindustrie Frauen*, Sigrid Lumetsberger und Traude Kogoj waren überwältigt vom großen Interesse am Award.
„Wir wissen, dass es in unserer Branche noch zu wenige weibliche Führungskräfte und Gestalterinnen gibt. Mit der Agenda Bahnindustrie Frauen* bieten wir Frauen eine Plattform sich zu vernetzen, Informationen auszutauschen und miteinander den Sektor zu gestalten. Um Mobilität der Zukunft zu gestalten braucht es ein Gleichgewicht der Nutzerinnen und Gestalterinnen der Produkte der Bahnbranche. Es gibt viele notwendige Innovationen, die bereits von Frauen initiiert und erfolgreich zur Umsetzung gebracht werden. Mit dem Award hat die Agenda Bahnindustrie eine Auszeichnung geschaffen, diese Innovationen und die Personen dahinter hinter dem Vorhang hervor zu holen.“, so Lumetsberger.

Für Traude Kogoj war es längst an der Zeit, einen Award wie diesen ins Leben zu rufen. „Die Bahnindustrie in Österreich hat eine hohe Wertschöpfung. Rund 10.000 Personen arbeiten in dieser Branche, gestalten sie und erwirtschaften jährlich einen Umsatz von über 3 Mrd. Euro. In diesem Sektor arbeiten viele Expertinnen, die den Fortschritt in Richtung klimafreundliche, inklusive Mobilität vorantreiben. Und diesen Game Changerinnen ist unser Award gewidmet.“

Der 1. Bahnindustrie Award, gestaltet von Hanna Kucera, wurde im Rahmen der Kooperationsveranstaltung „Innovationskraft Eisenbahn“ mit dem Bundesministerium für Klimaschutz, Umwelt, Energie, Mobilität, Innovation und Technologie (BMK) gemeinsam mit der Österreichischen Forschungsförderungsgesellschaft (FFG) und in Kooperation mit dem Klima- und Energiefonds sowie der Agenda Bahnindustrie Frauen* vergeben. Die Veranstaltung stand unter dem Motto „Erreichtes würdigen, Herausforderungen annehmen“ – ein rundum passendes Motto, auch für die vielen tollen Projekte, die während des Tages präsentiert wurden und so die Innovationsleistung des österreichischen Bahnsektors auf nationaler und europäischer Ebene sichtbarmachen.

Agenda Bahnindustrie Frauen* ist Österreichs erstes Netzwerk für Mobilitätsexpertinnen und Fachfrauen aus der Bahnindustrie. Wir gestalten die Zukunft der Bahnindustrie aktiv mit, beziehen Position und setzen uns für Nachhaltigkeit und Diversität ein. Unser Motto ist es, die Mobilität der Zukunft um die Perspektive von Frauen* zu erweitern und damit den gesamten Sektor weiterzubringen.

…und hier noch ein paar visuelle Eindrücke 

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Mastering Challenge: Im Gespräch mit Sabine Herlitschka – Nachlese

Agenda Bahnindustrie Frauen* im Gespräch mit…
Dr. Sabine E. Herlitschka

“Zukunft passiert nicht, die Zukunft haben wir in der Hand”

Pünktlich erscheint Dr. Sabine Herlitschka in den Büroräumlichkeiten von ALSTOM um in einer weiteren Folge der Agenda Bahnindustrie Frauen* „Im Gespräch mit…“ über Aktuelles, Zukünftiges und aber auch Vergangenes mit Agenda Bahnindustrie Frauen* Präsidentin Sigrid Lumetsberger zu plaudern.

Zahlreiche Grußformeln seit Beginn der Corona-Krise, angefangen von fist bumps, über Lufthandzeichen hin zu Fußgesten, kennen wir nun schon, der kreative vulkanische Gruß von Dr. Herlitschka hat eine besondere Ausnahme dargestellt und gleich zu Beginn für Schmunzeln gesorgt. Diese herzliche Atmosphäre hat sich in dem rund 1-stündigen Gespräch fortgesetzt. Offen hat die Top Managerin über ihre Herausforderungen als Führungskraft und die damit einhergehenden Verantwortungen gesprochen. Ihr Leitsatz „man wächst mit den Herausforderungen“ ist in ihrem Fall kein bloßes Lippenbekenntnis sondern Lebenseinstellung. Die Leidenschaft, das Engagement und das Funkeln in den Augen, wenn sie über ihren Arbeitsalltag spricht, nimmt man ihr sofort ab.

Wenn es um Diversität geht, um Ziele, die es gilt in diesem Bereich zu erreichen wird sie dennoch ernst. „Diversität ist nie einfach, allerdings steigert sie in jedem Fall die Wettbewerbsfähigkeit“. Diversität ist keine Einbahnstraße und schon gar nicht nur auf das Geschlecht bezogen. Sabine Herlitschka ist davon überzeugt, dass „Erfolge heutzutage immer Teamerfolge sind. Die Zeiten der „Einzelcowboys“ sind vorbei…“ und vermittelt somit eindrucksvoll die Gründe für den Erfolg ihres Unternehmens, Infineon. Seit über 50 Jahren agiert dieses nachhaltig und mit innovativen Produkten in Österreich und darf sich zurecht als Vorreiter der Digitalisierung bezeichnen. Heute ist es mit Leistungselektronik „Tech for green“ lautet Herlitschka’s Ansatz, „green Tech ist zu klein gedacht.“

Auch als Vizepräsidentin der österreichischen Industriellenvereinigung (IV) setzt sie wichtige Akzente im Bereich Chancengerechtigkeit. 40 % aller Ausschüsse und Task-Force Gruppen innerhalb der IV werden nun von Frauen geleitet. Überall dort wo sie in die Verantwortung kommt, folgt sie ihrem Arbeitsethos: „Konsens suchen, finden und umsetzen.“ Auf diesem Weg kann man Veränderung vorantreiben und die dringend notwendigen Schritte im Bereich Diversität setzen. „Manchmal ist es leichter, manchmal schwerer, aber immer ist es wichtig Impulse zu geben.“ erklärt sie ihren unermüdlichen Einsatz. Wie würde sie sich denn selbst beschreiben fragt Sigrid Lumetsberger und erhält wie aus der Pistole geschossen die Antwort: „gnadenlose Pragmatikerin“, und die Frage was sie jungen Frauen die am Anfang ihrer Karriere stehen raten würde, wird ebenso schnell wie bestimmt geantwortet: Ausprobieren, besonders wenn es um Aufbrechen von Rollenklischees geht, Konsequenz und Hartnäckigkeit, Leichtigkeit im Umgang und eine große Portion an Gestaltungsanspruch.

Für die Bahnindustrie in Österreich hatte die seit den 1980er Jahren leidenschaftliche Zugfahrerin nur lobende Worte. „In Österreich ist uns sehr viel gelungen, darauf können wir zu Recht stolz sein. Wann immer ich mit internationalen Kolleg:innen spreche (oder auch selbst die Bahnen in europäischen Ländern nutze), sieht und erlebt man neidvolle Blicke und Gesten nach Österreich.“ Die ÖBB gelten vielerorts als Vorbild. Das Klimaticket ist nur eine Besonderheit die sie lobend hervorstreicht.
Der bekennenden Quotenbefürworterin ist es im Übrigen egal, ob sie jemand als Quotenfrau sieht, bis kein wirksameres Mittel gefunden wird, müssen wir uns wohl darauf verlassen, dass die Quote wirkt…und wir sehen bei vielen Beispielen, dass sie das tut. Quote bedeutet schliesslich nur, dass Chancen entstehen und Türen aufgehen, durchgehen und die Chancen nutzen muss jeder und jede selber. Und ihre Frau und seinen Mann muss jeder Mensch selber stehen, da hilft auch keine Quote.

Kurz gefragt, kurz geantwortet

Was fordert sie abseits der Arbeit – das Geige spielen (Anm.: vor 2 Jahren hat sie damit begonnen)
Was mag sie in Meetings gar nicht – Pfauenräder
Wie findet Sie neben Ihrer Arbeit Ausgleich – durch Sport. Seit 2 Jahren geht sie beinahe täglich Laufen.
Titel einer möglichen Autobiographie – ich verspüre keinen Drang einer Autobiographie

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Innovationskraft Eisenbahn

Erreichtes würdigen, Herausforderungen annehmen

Am 18. Oktober 2021 veranstaltet das Bundesministerium für Klimaschutz,
Umwelt, Energie, Mobilität, Innovation und Technologie (BMK) – Sektion
Innovation und Technologie, Abteilung Mobilitäts- und
Verkehrstechnologien – gemeinsam mit der Österreichischen

Forschungsförderungsgesellschaft (FFG) und in Kooperation mit dem Klima-
und Energiefonds und der Agenda Bahnindustrie Frauen eine Vernetzungs-
und Diskursveranstaltung im Rahmen des Europäischen Jahres der Schiene.

Der Tag soll die Innovationsleistung des österreichischen Bahnsektors
(Betreiber, Industrie und Forschung) auf nationaler und europäischer
Ebene sichtbarmachen sowie einem Austausch über innovative Lösungen
rund um den umweltfreundlichen Verkehrsträger Schiene dienen. Während

beim Vormittagsblock der aktuelle Beitrag der im Bahnbereich tätigen FTI-
Community auf dem Weg zu einer nachhaltigen Personen- und

Gütermobilität im Zentrum steht, ist der Nachmittag den zukünftigen
Aufträgen an die Community für das Erreichen eines klimaneutralen
Mobilitätssystems gewidmet. Die Veranstaltung wird live im Internet
übertragen, die Anwesenheit von Publikum vor Ort wird von der Covid-19-
Situation im Herbst abhängen.

Zielgruppe

Die Veranstaltung richtet sich an Vertreterinnen und Vertreter von
Unternehmen, universitären und außeruniversitären
Forschungseinrichtungen sowie Fachhochschulen, aber auch an
Einzelpersonen und andere Organisationen aus dem Mobilitätsbereich, die
sich für Forschung, Technologie und Innovation sowie zukünftige Lösungen
im Bahnsektor interessieren.
Die Teilnahme an der Veranstaltung ist kostenlos.
Die Anmeldung ist von 30.8. bis 13.10. unter folgendem Link möglich:

https://www.ffg.at/veranstaltung/innovationskraft-eisenbahn

 

Programm

Moderation: Anita Kiefer

10:00 – 13:00

Begrüßung & Eröffnung

Leonore Gewessler, Bundesministerin (BMK) Klaus Pseiner, Geschäftsführer (FFG)

Projekte mit Zugkraft – Nationale FTI-Leistungen im System Bahn

Automatisierung für eine leistungsfähigere Bahn

  • TARO: Towards Automated Railway Operation Bertram Ludwig, ÖBB-Holding AG

  • autoSHUNTING: Experimentelle Entwicklung für hochautomatisierten Verschub im Eisenbahngüterverkehr Burkhard Stadlmann, FH Oberösterreich

  • BESTE-AB: Bedarfsgerechte Steuerung Autonomer Bahninfrastruktur

    Sebastian Chlup, AIT Austrian Institute of Technology GmbH

  • INTELLiTRAM: Intelligent Tramways through Sense, Learn and

    React

    Christian Zinner, AIT Austrian Institute of Technology GmbH

  • RAILEYE 3D: Stereovision für die Außenhautüberwachung von

    Zügen
    Johannes Traxler, Avi Systems GmbH

Wasserstoff für eine klimaneutrale Bahn

  • Pionierprojekt H2 Aspangbahn
    Test des Wasserstoffzuges Coradia iLint im Fahrgastbetrieb Bertram Ludwig, ÖBB-Holding AG

Hytrain – Die H2 Zillertalbahn Nikolaus Fleischhacker, FEN System

Intelligente Wartun für eine störungsfreieBahn

  • StraWe – Die Straßenbahnweiche: Bewahrung der Entgleisungssicherheit/Verminderung von Störgeräuschen im innerstädtischen Bereich
    Paul Mittermayr, AIT Austrian Institute of Technology GmbH

  • MeTRIcS – Monitoring, Diagnose und Prognose von Komponenten im Schienenfahrzeug
    Josef Fuchs, Virtual Vehicle Research GmbH

  • RailPrev – Präventive automatische Schadensmusteranalyse von Imperfektionen an Schienen für optimierte Instandhaltungsprozesse
    Alexander Almer, Joanneum Research Forschungsgesellschaft mbH

Kurzdarstellung laufender F&E Projekte

Florian Supe, BMK

Podiumsdiskussion „Shift2Rail – A conclusion from the first seven years of European railway research“

  • Sarah Bittner-Krautsack, BMK

  • Carlo Borghini, Shift2Rail Joint Undertaking

  • Filip Kitanoski, Virtual Vehicle Research GmbH

  • Thomas Petraschek, ÖBB Infrastruktur AG

  • Ulrich Geier, Kontron S&T AG

  • Bernhard Lutzer, TTTech Computertechnik AG

 14:00-16:00

Vorstellung der Inhalte der 17. Ausschreibung Mobilität der Zukunft – Querschnittsthema System Bahn
Theresa Bauer, BMK
Andreas Fertin, FFG

Europe’s Rail Joint Undertaking – Where we are heading

Carlo Borghini, Shift2Rail

Podiumsdiskussion „Wie bringt FTI die Zukunft auf Schiene?“

  • Constanze Bannholzer, ÖBB Holding AG

  • Gabriele-Maria Bauer, voestalpine Metal Engineering GmbH

  • Elisabeth Oberzaucher, Uni Wien – Department für Evolutionäre

    Anthropologie

  • Emilia Andreeva-Moschen, ALSTOM Transport Austria GmbH

  • Eva Kollenz-Rötzel, Siemens AG

  • Corinna Salander, Deutsches Zentrum für Schienenverkehrsforschung

16:00-17:00

Verleihung des Preises
„1. Bahnindustrie-Award der Agenda Bahnindustrie Frauen“

Keynote

Katja Schechtner, Massachusetts Institute of Technology

Preisverleihung

Sigrid Lumetsberger, Präsidentin Agenda Bahnindustrie Frauen Traude Kogoj, Präsidentin Agenda Bahnindustrie Frauen

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Mastering the Challenge: Im Gespräch mit Eva Aigner – Nachlese

Agenda Bahnindustrie Frauen* im Gespräch mit…

Eva Aigner, CFO der Voestalpine Rail Technology GmbH

 

All jene, die dem spannenden Gespräch mit Eva Aigner (CFO der Voestalpine Rail Technology GmbH) und Ruth Boyer (Head of Marketing & Communications bei Thales Österreich) nicht lauschen konnten, können dies natürlich gemütlich von zuhause, unterwegs, (endlich wieder) im Kaffeehaus oder im Garten nachholen. Neben den Vorteilen aber auch Herausforderungen einer weiblichen Führungskraft gibt Eva interessante und offene Einblicke in ihren Arbeitsalltag und zeigt auch, wie sie es in der „Männerdomäne Stahl“ immer wieder schafft, nachhaltige Akzente zu setzen. Danke für dieses kurzweilige und wunderbare Gespräch im grünen Herzen Österreichs. 

Link zur Soundcloud

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Mastering the Challenge: Im Gespräch mit Eva Aigner

Neuer Termin! 

Eva Aigner, CFO der voestalpine Rail Technology GmbH im Gespräch mit Ruth Boyer von Agenda Bahnindustrie Frauen

  • am 10.05.2021 (ALT: 20.04.2021)
  • von 17.00 Uhr bis 18.00 Uhr,
  • online

Eva Aigner ist seit 2016 CFO der voestalpine Rail Technology GmbH. Das österreichische Vorzeigeunternehmen ist Marktführer in Europa, und bietet als echter Global Player die weltweit größte Palette verschiedener Schienen auf allen Kontinenten der Welt an.

Die studierte Juristin ist beruflich im voestalpine Konzern großgeworden, hat bereits mit 33 Jahren die Rechtsabteilung der Division Metal Engineering geleitet und 3 Jahre später den Sprung ins Top Management des Traditionsunternehmens Rail Technology gemacht. Als Mitglied der Geschäftsleitung ist sie seither für Finanzen & Controlling, Personal, IT, Einkauf sowie alle rechtlichen Belange verantwortlich.

Eva Aigner (c) voestalpine Rail Technology GmbH _ 2021
Eva Aigner (c) voestalpine Rail Technology GmbH _ 2021

Im Gespräch mit Ruth Boyer, Head of Marketing & Communications bei Thales in Österreich, spricht Eva Aigner über Vorteile aber auch Herausforderungen einer weiblichen Führungskraft in der „Männerdomäne Stahl“ und wie sie es schafft, in der sehr Technologie getriebenen Investitionsgüterbranche Akzente zu setzen. Globale Herausforderungen am Markt, ein anspruchsvolles Effizienzsteigerungs- und Einsparungsprogramm sowie als Leiterin des Krisenstabs das Unternehmen gut durch die Pandemie zu bringen, waren in den letzten 12 Monaten eine Mammutaufgabe… Für spannende Themen ist gesorgt!

Ruth Boyer
Ruth Boyer

Die Agenda Bahnindustrie Frauen freut sich über Ihre Teilnahme und auf eine angeregte Diskussion.

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Railinar: Creating virtual connections – Nachlese

Nadja hat das #railinar der Agenda Bahnindustrie Frauen* durch ihre spannende Keynote „Lost & Found. Wie nutze ich als Frau die digitale Transformation für meine Zwecke“ unterstützt. Dank ihrem bunten Erfahrungsschatz sind ihre Inputs und Tipps wirklich bereichernd. Durch ihre unkomplizierte, motivierte Art ist es eine Freude, mit ihr zusammenzuarbeiten. So viel Begeisterung und Innovationskraft stecken an! 🙂

Danke für die tolle Zusammenarbeit!

Hier kann man die Keynote nachsehen.

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Railinar: Creating virtual connections

Die schrittweise Digitalisierung der Arbeitswelt begleitet uns bereits seit längerer Zeit. Mit dem ersten Lockdown im März 2020 und dem damit verbundenen Wechsel vom Büro ins Home-Office wurde der digitale Wandel jedoch ruckartig beschleunigt. Gleiche Aufgaben und Situationen erfordern plötzlich neue Mittel und Kanäle. Dadurch kann selbst Gewöhnliches wie Teammeetings oder Projektbesprechungen zum Hindernislauf werden, bei dem oft unerwartete Überraschungen lauern.

Diesem Thema widmen wir unser erstes #railinar. Dabei stellen wir uns Fragen wie: Worauf kommt es in Online-Bewerbungen wirklich an? Wie kann ich mit meinen Kolleg*innen trotzdem in informellem Austausch bleiben? Wie führe ich virtuell und aus der Distanz? Wie bleibe ich auch vom Home-Office aus wirksam und sichtbar? Und was passiert mit meiner Karriere, wenn der persönliche Kontakt fehlt?

Das Event wird interaktiv und bunt! Wir starten mit einer Keynote und vertiefen dann in drei parallelen Breakout Sessions unterschiedliche Themengebiete:

  • Keynote: Lost & Found. Wie nutze ich als Frau die digitale Transformation für meine Zwecke. Mit Nadja Obenaus, Digital Coach und IT-Beraterin.
  • Breakout Sessions:
    • Virtuelle Bewerbung meistern, powered by Wiener Linien
    • Virtuelle Führung, powered by Siemens Mobility
    • Karriereentwicklung digital, powered by ÖBB
  • Wann: 22. März 2021,  17:00 – 18:45 
  • Wo: online
  • Unser Ziel für das #railinar: Offener Austausch und echte Learnings.

Sie wollen teilnehmen? Wir freuen uns auf Ihre Anmeldung via Eventbrite. (Achtung: Die Anzahl der Teilnehmerinnen* ist begrenzt.)

Teilnahme für Mitglieder von AgendaBIF: kostenlos
Teilnahme für Nicht-Mitglieder: EUR 15,- (einzuzahlen auf Agendabif, Erste Bank, IBAN: AT06 2011 1843 7652 2100)

Anmeldung als Mitglied hier möglich.

Die Agenda Bahnindustrie Frauen freut sich über Ihre Teilnahme und auf einen spannenden wie aufschlussreichen Austausch.